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Bei der Fülle des Istzustandes gilt es zu inventarisieren und innezuhalten. Innezuhalten, um einmal Luft zu holen: Was haben wir? Was ist? Es ist schon alles da. Es kommt noch mehr. Tilman Knop probiert auch in seinen größerformatigen Bildern die Flut aus Allerweltsereignissen und der Massenmedien für sich neu zu organisieren und deren Erscheinungen in diesen Arbeiten ein anderes Gerippe zu geben. Waren seine Bilder anfangs ziemlich leer, so füllen sie sich jetzt mit Ereignissen und Begebenheiten. Beinah scheue Bilder, denen mithilfe von Siebdruck eine strenge Eleganz verliehen wird. Ratlos Blickende von nie fertig gewordenen Autobahnbrücken. Ein molliges Ur-Muttchen, das einen mit Rennwagenreifen beräderten Bollerwagen zieht. Ein Zwerg, der nach freundlichem Anklopfen beim Eintritt merkt: alles wie gehabt. Der Lastwagenfahrer, dessen Tochter Schauspielerin werden möchte. - Ein blasses All, in dem es etliche Planeten namens Erde gibt. - Karge weiße Landschaften oder eisige Schrottplätze aus Datenmüll. Und alles in Knops Duktus: Edel-Grusel, Frohsinns-Breugel, Teilbereichs-Apokalypse, Reduzierungs-Opulenz, das sind seine Strategien. Bilder, an denen der Vorstandsvorsitzende mit belastbarer Leadership-Perspektive enttäuscht vorbei ziehen wird.


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